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Die Zunft und ihre Figuren
Im Jahr 1946, wenige Monate nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs, begann sich das Leben in Riegel langsam zu normalisieren. Viele Vereine waren aufgelöst, Neugründungen unterlagen strengen Auflagen der französischen Besatzungsmacht, und das Vereinsleben lag weitgehend brach.
Auch die Fasnacht hatte in dieser Zeit keinen festen Platz mehr. Erste Versuche, sie wiederzubeleben, stießen in der Bevölkerung zunehmend auf Ablehnung, da sie nicht dem Wunsch nach einer sauberen und anständigen Fasnet entsprachen.
1949 entstand schließlich der Wunsch nach Veränderung. Eine kleine Gruppe junger, in der Bevölkerung angesehener Männer und Frauen schloss sich zusammen, um der Riegeler Fasnacht neues Leben einzuhauchen. Insgesamt fanden sich 13 Personen im Alter zwischen 19 und 30 Jahren – 9 Männer und 4 Frauen –, die dieses Vorhaben zunächst streng geheim vorbereiteten. Die Gruppe nannte sich fortan die „Lustigen 13“.
Als erste Aktion veranstalteten sie einen „Bunten Abend“. Die selbst gestalteten Plakate sorgten für großes Aufsehen, der Saalbau „Zur Warteck“ (heute Riegeler Brauhaus) war bis auf den letzten Platz gefüllt. Der Abend wurde ein voller Erfolg und musste wiederholt werden.
Damit waren die Weichen für eine neue, geordnete Riegeler Fasnet gestellt. Die Gründer der Narrenvereinigung „Lustige 13“ sind bis heute stolz darauf, dass ihr Engagement den Grundstein für die traditionsreiche und anständige Fasnacht in Riegel gelegt hat.








